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Archive for the ‘2000 Spanien’ Category

Spanien 2000

07.08.2000 23:00 Uhr das voll besetzte Wohnmobil startet. 8:00 Uhr ging die Fahrt auch für Andrea und mich – in strömenden Regen – los. Nach 200 Kilometern fing das Auto an zu ruckeln. Hoppelnd schlichen wir auf dem Standstreifen zum nächsten Parkplatz – der perfekte Start. Zum Glück gibt es ja den ADAC und so konnte es dann 2,5 Stunden später mit gelöteten Kabeln der Einspritzanlage weitergehen, wir hatten immerhin noch 1300 Kilometer (und weniger als 10 Stunden) bis zu unserem Treffpunkt bei Toulouse (1)… alles ein wenig zu optimistisch wie sich später herausstellte.
Das Vorankommen auf den gut ausgebauten französischen „Autobahnen“ stellte jedoch kein Problem dar. Für die etwa 100 DM Mautgebühren (Mulhouse (E60)-Beaune (E15)-Lyon (E70)-St.Etienne (N88)-Le Puy (N88-E11-N88)-Rodez (N88)-Alibi (A68)-Toulouse (A64)-Pau) gab es keine Staus und keine Radarfallen (:-)). Die mit dem Wohnmobil befahrenen Landstraßen sind für eine „Durchreise“ aufgrund der mangelhaften Beschilderung und vielen Ortschaften nicht zu empfehlen.
So trafen wir erst in Spanien, in der Nähe von Huesca (2) aufeinander. Dort herrschte wahrlich wildes Treiben, die Leute rannten -gekleidet in weiß mit grünen Halstuch- durch die Strassen. Warum? – wir werden es wohl nie erfahren.

Unsere nächtliche Ruhestätte am „Pantano de la Sotonera“ (nach Karte theoretisch 20km² Wasserfläche) ward in Realität die reinste Wüste. Erst am nächsten Tag fanden wir nach längerem Suche einen kleinen See mit ziemlich warmen „blauen“ Wasser vor.
Unsere Reise ging – vorbei an „Zaragoza“ – direkt nach Madrid, zum Sightseeing…lohnenswert! Der hierfür eingeplante Tag ist jedoch bei weitem zu kurz gewesen. Man sollte hier mindestens zwei, drei, … Tage verbringen. Noch am Abend ging es weiter nach Toledo (3). Die Stadt der „sechs Kulturen“, d.h. ihre sehenswerte Altstadt lässt sich bequem an einem Tag erkunden.
Die nächste Etappe führte uns in die Nähe von Antequera, in die Bergwelt von El Chorro (4).

Am Abend ging es weiter nach Granada, zur Palastanlage Alhambra. In Reiseführern wird hier oft ein ganzer Tag zum besichtigen empfohlen. Dies wurde uns glaubhaft als man uns zwei Stunden vor dem Schließen den Eintritt verweigerte. Also vor 17 Uhr den Rundgang starten!!!
Eine Entschädigung für diese Enttäuschung erhielten wir bei der Wahl unseres Schlafplatzes – unzählige Serpentinen schlängelte sich die Höchstgelegenen Straße Europas zum Mount Veleta (3398m) (5) hinauf – PANORAMA wohin das Auge schweifte – im Norden Granada, im Süden die Küste, ringsum endlose Geröllhalden und blühende Weiden.
Das nächste Highlight (14.08.00) stellte die Grotte von Nerja (6) dar, wo es von prähistorischen Gegenständen über Wandmalereien (Steinzeit-Bronzezeit) bis zum größten Tropfstein Europas einiges zu sehen gibt. Jedoch: wenn wir nicht vorn angestanden hätten so wären etwa zwei bis drei Stunden Wartezeit real gewesen, in der spanischen Sonne eine olympische Disziplin.

Die nächsten Tage (7-9): baden, baden, baden, weiterfahren – einfach wunderbar.

Wobei ich hier noch mal ein paar Worte über Lloret de Mar (9) verlieren möchte: ein absolutes Uuaghhh. Drückerkolonnen, die Werbung für Diskotheken verteilen die es dort gar nicht gibt – angefangen bei „3 Dancefloors“ die dann meist doch nur einer sind (ca. 25m²) über wässriges: Bier, Whiskey(?), Gin(?)Tonic…zu Preisen…

Dann doch lieber wieder etwas Kultur – Barcelona (10). Gotik, Jugendstil und modernes Olympiagelände.
Einen Besuch -vor allem für Dali Fans- sind die Städte Figueres und Cadaqués (11) wert.

Die letzten mediterranen Urlaubstage ließen wir an der südfranzösischen Küste bei Perpignan (12) ausklingen. Hier war jedoch alles etwas teurer als in Spanien.

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